New.new Festival 2018 kommt nach Stuttgart

11. März 2018

Das New.new Festival 2018 kommt im Oktober nach Stuttgart. Das bisher größte internationale Innovationsevent in Deutschland soll ein Schaufenster für das Potenzial der Künstlichen Intelligenz bieten. Es bringt drei Tage lang Startups mit etablierten Firmen zusammen. (Quelle: Andreas, Geldner für IdeenwerkBW)

New.new Festival 2018 kommt nach Stuttgart

Quelle: Andreas, Geldner für IdeenwerkBW

Im Oktober gibt es in Stuttgart die bisher größte deutsche Veranstaltung, die sich ganz um das Thema Startups und technologische Innovation dreht. Nach der Premiere in Karlsruhe im Jahr 2016 findet  das vom Stuttgarter IT-Dienstleister GFT initiierte und von dessen Innovationsplattform Code_n organisierte „New.New.Festival 2018“ in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in der Landeshauptstadt statt.

Im vergangenen Jahr hat die Landesregierung auf dem „Startup GipfelBW“ auf der Stuttgarter Messe ein ähnlich großes Treffen veranstaltet mit dem Ziel, den Standort Baden-Württemberg als Ganzes zu präsentieren. Damals gab es 2700 Besucher aus dem Startup-Bereich. Beim Stuttgarter Innovationsfestival strebt man 10 000 Fachbesucher aus aller Welt an. Das wäre  fast eine Verdoppelung der Besucherzahl im Vergleich zur Premiere vor zwei Jahren.

Das Land will das Event für seine Innovationsinitiative nutzen

Das Land ist diesmal im Rahmen der Standortkampagne „StartupBW“ in vorderster Linie beteiligt. Die Veranstaltung sei der Beleg dafür, dass Baden-Württemberg „auf dem besten Wege ist, eine digitale Innovationslandschaft aufzubauen, die sich neben internationalen Vorbildern wie dem Sillicon Valley oder Tel Aviv behaupten kann“, sagt der als Schirmherr fungierende baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Auch der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn will die überregionale Strahlkraft nutzen: „In Sachen Mobilität, Umwelttechnik und Digitalisierung sind wir international führend.“

Vom 8. bis 10. Oktober ist nun  das Hauptthema beim New.new Festival 2018  die Künstliche Intelligenz mit allen Aspekten – auch den gesellschaftlichen  Folgen. „Für uns ist das ein Dreiklang aus der Anwendung neuester Technologien, einer branchenübergreifenden Betrachtungsweise sowie der Berücksichtigung des menschlichen Faktors,“ sagt der GFT-Verwaltungsratsvorsitzende und Initiator Ulrich Dietz.

Das New.new Festival 2018 zielt auf internationales Publikum

Das auf Englisch abgehaltene Event soll Startup- und Technologiepräsentationen mit Veranstaltungen verbinden, auf denen die Unternehmen der Region, vom Großkonzern bis zum Mittelständler, neue Impulse für Innovationen suchen und ihre Projekte und Strategien vorstellen können.

Ziel ist ein branchenübergreifender Ansatz: „Wir wollen zeigen, dass beispielsweise die aus dem Finanzbereich  stammende Technologie der Blockchain auch in ganz anderen Branchen angewendet werden kann“, sagt Moritz Gräter. Chef von der inzwischen von GFT organisatorisch getrennten Startup-Plattform Code_n.

Initiator Ulrich Dietz: Baden-Württemberg hat stark aufgeholt

Dass Stuttgart – auch gegen potenzielle internationale Konkurrenz – beim New.new Festival 2018 das Rennen gemacht habe, sei ein Beleg dafür, dass das Land beim Thema Innovationskultur große Fortschritte vorweisen könne, sagt der Initiator Dietz. „Wir sind auf einem sehr guten Weg und  brauchen uns nicht zu verstecken.“ Generell sei es dabei irrelevant, dass man nun von Karlsruhe nach Stuttgart gezogen sei: „Eine solche Frage ist kleinkariert. Wir bewegen uns in einem globalen Thema. Wir wollen eine Veranstaltung in Baden-Württemberg zu einer internationalen Referenz machen.“

Man habe zum Beispiel durchaus ernsthafte Optionen gehabt, das Event in Barcelona zu veranstalten, wo GFT einen großen Standort hat. „Wir müssen erreichen, dass die Welt nach Baden-Württemberg  kommt, und wir wollen das Denken fördern, dass  man von hier aus die Welt erobern kann“, sagt Dietz. Man müsse im Südwesten aufhören, in einzelnen Regionen und Branchen  zu denken. Deshalb seien bis zum Oktober noch die vielfältigsten Partner aus der Wirtschaft willkommen, insbesondere aus dem Mittelstand. Bereits bestehende Partnerschaften will man in den kommenden Wochen bekannt geben.

Startup-Wettbeweb ist eingebettet

Die Überschrift Festival ist im Vergleich zum Begriff Messe bewusst gewählt: Schon bisher war bei den Code_n-Innovationsveranstaltungen beispielsweise auch die künstlerische Auseinandersetzung mit der Digitalisierung ein Thema. Das soll sich auch wie vor zwei Jahren im Kulturzentrum ZKM in Karlsruhe in der Gestaltung der Veranstaltungshalle niederschlagen. „Es wird eine Veranstaltung zum Mitmachen, nicht nur zum Zuschauen;“ sagt Dietz.

Eingebettet in das New.new Festival 2028 ist  ist auch der für Code_n traditionelle, internationale Startup-Wettbewerb. Wie die Veranstaltung selbst dreht er sich um Innovationen rund um die Themen Virtuelle Realität, Maschinenintelligenz und Kryptographie. 50 Startups in der Endauswahl bewerben sich um mit insgesamt 30 000 Euro dotierte Preise.

Die Startups können sich ab sofort bis zum 13. Mai bewerben. Neben einem Gesamtsieger werden dieses mal im Rahmen des seit 2012 stattfindenden Code_n-Innovationswettbewerbs auch die besten Konzepte in den Bereichen Geschäftsmodell, technologische Innovation und Disruption bestehender Branchen gekürt.

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