CyberLab-Startups mit Fokus auf Deeptech und KI

18. Juli 2018

Experiment, fail, learn, repeat – Zehn Hightech-Startups arbeiten aktuell im CyberLab an ihrem Business

CyberLab-Startups mit Fokus auf Deeptech und KI

ein Bericht von Maxine von Grumbkow, Cyber Forum

Wer voll bei der Sache ist, kann in sechs bis zwölf Monaten viel erreichen. So viel Zeit bleibt den Teams im CyberLab, dem IT-Accelerator des Landes Baden-Württemberg, um ihr Business zum Fliegen zu bringen. Aktuell arbeiten zehn Startups im „Lab“, drei sind neu mit dabei. Ob Bienen retten mit Künstlicher Intelligenz, eine Online-Plattform für die internationale Tattoo-Szene oder ein digitaler Assistent für die Geschäftswelt – in regelmäßigen Abständen nehmen wir die Startups im CyberLab unter die Lupe. Wer ist dabei und woran arbeiten die Teams?
Das CyberLab in Karlsruhe bietet talentierten Gründerinnen und Gründern die Chance, ihre Geschäftsidee zur Marktreife zu entwickeln, die Finanzierung sicherzustellen und wertvolle Kontakte zu erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern zu knüpfen. Im Gegensatz zu anderen Inkubatoren müssen die Startups keine Anteile abgeben und es entstehen nur geringe Mietkosten für die Büroinfrastruktur. Hinter dem CyberLab steht das CyberForum, das mit rund 1.200 Mitgliedern größte regional aktive Hightech.Unternehmer.Netzwerk. in Europa.
Und diese Startups sind neu im „Lab“:
Bienen retten mit Künstlicher Intelligenz
Das Ziel von apic.ai ist der Erhalt der biologischen Vielfalt. Ungewissheit über die Konsequenzen menschlicher Einflüsse bei der Gestaltung urbaner und ländlicher Lebensräume soll kein Grund mehr für den Verlust von Biodiversität sein. apic.ai hat ein System zur visuellen Erfassung von Bienen am Eingang ihrer Bienenstöcke entwickelt. Intelligente Software wertet die Bilddaten mithilfe neuronaler Netze aus und gibt Aufschluss über den Zustand der Völker und die Umgebung. Mithilfe der Aggregation der Bio-Monitoring Informationen verschiedener Standorte schafft apic.ai ein Werkzeug für nachhaltigere Entscheidungen bei der Gestaltung von Städten, Kommunen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Styng: Zeig, wer du bist!
Tattoos sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Gesellschaft und aus vielen Bereichen des Lebens nicht mehr wegzudenken. Trotzdem ist es schwer, sich einen Überblick über die Tattoo-Künstlerinnen und -Künstler in der Nähe zu verschaffen. Styng schafft eine transparente Zusammenstellung des umliegenden Angebots, findet in kürzester Zeit das perfekte Motiv und kann einen Termin beim passenden Tätowierer buchen. Tätowierer und Studios profitieren von dem zusätzlichen Marketingkanal, auf dem sie sich/ihre Kunst professionell und einfach präsentieren können. Neohelden: Digitaler Assistent fürs Business Künstliche Intelligenz wird die Arbeitswelt tiefgreifend verändern! Die Neohelden sind der Überzeugung, dass dieser Änderungsprozess positiv gestaltet werden kann: mithilfe ihres digitalen Assistenten Neo. Er vernetzt Nutzerinnen und Nutzer mit all ihren Systemen und dient als Interface zu den Systemen und Tools im Hintergrund. Dabei agiert Neo als Orchestrator und steuert im Hintergrund alle relevanten Systeme, Tools und Prozesse. Aus komplexen Software-Interaktionen, wie beispielsweise Datenbank- Abfragen, wird eine einfache Frage: "Wie viel Budget habe ich noch?" – und Neo liefert die Antwort. Mit Neo wird dabei über ein Conversational Interface (Chatbot und/oder Sprache) interagiert. Quasi wie Alexa oder Siri, aber für Business. Doch nicht nur die apic.ai, Styng und Neohelden haben einen festen Platz im CyberLab, weiterhin mit dabei sind diese sieben Teams: CapLab mit dem “Bcon”: Ergänzendes Gaming Wearable Der Bcon (Better Control) ist ein komplementärer Spiel-Controller, der
parallel zu Maus und Tastatur genutzt werden kann. Leistungs- und komfortorientierten Gamern eröffnet das kabellose Wearable einen zusätzlichen Eingabekanal für mehr Interaktion in der gleichen Zeit.
Konzipiert für die Verwendung am Schuh oder Fuß übersetzt der Bcon einfache Bewegungen in konfigurierbare Eingaben und ist dabei mit allen PC-Spielen kompatibel, die eine Steuerung mit Tastatur unterstützen. Das im CyberLab von der CapLab GmbH entwickelte Gaming Wearable startet in Kürze eine Crowdfunding-Kampagne.

home-iX: “Smart Living as a Service”
home-iX ist ein deutsches B2B-Startup und auf Smart Living- & IoTLösungen spezialisiert. Das Unternehmen ermöglicht Branchen oder Unternehmen durch eine „Smart Living as a Service“-Plattform und einen digitalen Marktplatz am Markt für das vernetzte Leben und Internet der Dinge teilzuhaben. In Zusammenarbeit mit home-iX können Branchen eine eigene, individualisierte Smart Living-Lösung für ihr Endkundengeschäft anbieten und die Kundenzufriedenheit durch einen intelligenten und digitalen Lebensstil erhöhen. Heisenberg Quantum Simulations: Prognose mit Algorithmen Heisenberg Quantum Simulations entwickelt Algorithmen zur Vorhersage von Molekül- und Materialeigenschaften für die Chemie-, Pharma- und Technologie-Industrie. Die Heisenberg-Algorithmen sind sowohl auf herkömmlichen als auch auf neuen Quantencomputern verwendbar und eröffnen den Kunden ein tieferes Verständnis der Materialien und damit schnellere Entwicklungszyklen.

Kinemic: Gestensteuerung für industrielle Prozesse
Kinemic bringt freihändige und berührungslose Gestensteuerung und Texteingabe in industrielle Prozesse und schließt die analoge Lücke bei der Digitalisierung. Es kann eine vollständig freihändige Bedienung von Geräten wie PC, Smartphone, Wearable oder Augmented Reality-Brille, realisiert werden. Kinemic passt die eigene Gestensteuerungssoftware in Apps für industrielle Nutzer ein und macht so Prozesse ergonomischer, effizienter, sicherer und einfacher zu bedienen.

mapmind: Besser finden, statt suchen
mapmind bietet eine Alternative zur Darstellung listenbasierter Suchergebnisse durch eine interaktive, zoombare Mindmap. Anhand von Metadaten und semantischen Ähnlichkeiten werden Suchergebnisse
intelligent gruppiert und in Abhängigkeit zueinander dargestellt. Diese Form der Visualisierung präsentiert dem Benutzer alle relevanten Ergebnisse auf einen Blick, was Zusammenhänge schnell verständlich
macht. Durch mapmind wird es möglich, große Datenmengen explorativ vom Allgemeinen bis ins Detail zu erkunden.

Nesto: Intelligente und bedarfsorientierte Personalplanung
Nesto ermöglicht eine intelligente Personaleinsatzplanung u.a. für die Systemgastronomie. Mithilfe selbstlernender Algorithmen prognostiziert Nesto automatisch den Personalbedarf und macht so Über- sowie Unterbesetzungen bereits bei der Erstellung der Dienstpläne sichtbar. Die integrierte Echtzeitanalyse der Umsätze erkennt und warnt rechtzeitig vor Personalengpässen oder Überbesetzungen – bevor diese überhaupt eintreten. Damit ermöglicht Nesto seinen Kunden, die Personalauslastung zu optimieren sowie Umsatzrendite und Servicequalität zu steigern.

Pitchview: Mobile Software für B2B-Vertriebsteams
Vertriebsmitarbeiter haben mit Pitchview stets Zugriff auf alle wichtigen Vertriebsmaterialien. Messekontakte können OCR-gestützt erfasst und wichtige Informationen wie Umsatzpotenzial und Kaufbereitschaft mit den Stammdaten verknüpft werden. Relevante Dokumente verschickt Pitchview in einer personalisierten Mail noch direkt auf der Messe. Mitarbeiter am Stand und in der Firma können durch Echtzeit-Synchronisation besser als virtuelles Team zusammenarbeiten. Die erfassten Daten werden über Schnittstellen in CRM- und Marketing-Automation-Systeme exportiert. Ausgezogen sind friedhosfglück, Usertimes, Haussprache und collact – viel Erfolg weiterhin!

 

 


CyberLab – Hightech.Gründer.Schmiede.
Das CyberLab ist der IT-Accelerator des Landes Baden-Württemberg mit Sitz in Karlsruhe. In einem maximal zwölf Monate dauernden Beschleunigungsprogramm werden vielversprechende Startups aus der IT- und Hightech-Branche fit für den Markteintritt gemacht. Hinter dem CyberLab steht das CyberForum, das mit rund 1.200 Mitgliedern größte regional aktive Hightech.Unternehmer.Netzwerk. in Europa. 2013 startete das CyberLab als Startup-Inkubator in Form eines Pilotprojektes, 2016 fiel der Startschuss für den Ausbau zum ITAccelerator des Landes Baden-Württemberg. Seither wurden zahlreiche erfolgreiche Gründungen begleitet; CyberLab-Alumni haben bisher über 320 Arbeitsplätze geschaffen. Der CyberLab-Accelerator bietet Startups eine optimale Infrastruktur auf über 1.600 Quadratmetern. Für geringe Mietkosten arbeiten bis zu 15 Gründerteams im Jahr an 70 voll ausgestatteten Arbeitsplätzen, in modernen Meetingräumen und mit Gigabit-Internet im Herzen der Karlsruher IT-Szene – ohne Anteile am eigenen Unternehmen abgeben zu müssen. Über das Investorennetzwerk des CyberForum sowie das Land Baden-Württemberg werden Startups außerdem niedrigschwellig und unkompliziert mit allen nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet. Im Programm des CyberLab wartet eine maßgeschneiderte Förderung auf die Startups: In Workshops, Modulen, Vorträgen und Sprechstunden werden sie von erfahrenen Mentoren und Coaches geschult. Außerdem erhalten Teams im CyberLab bereits in einer frühen Phase Zugang zu zahlreichen Unternehmen, externen Venture Fonds und einem eigenen Business Angel Netzwerk des CyberForum. Den Gründern steht damit ein im Südwesten Deutschlands einmaliges Angebot zur Verfügung. Teams, die sich noch in der Vorgründungsphase befinden, können sich im sogenannten PreLab, einem vierwöchigen Vorprogramm, für die Aufnahme in das Accelerator-Programm des CyberLab qualifizieren. Der Bau des IT-Accelerators CyberLab wird durch das Land Baden- Württemberg mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch die Stadt Karlsruhe gefördert. Die Arbeit des CyberLab wird gefördert durch das Land Baden-Württemberg mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Außerdem wird das CyberLab von den Förderern, Premiumpartnern und Partnern Dr. Friedrich Georg Hoepfner, Wolfgang Grenke, Sigmund
Kiener, GRENKE, TRUMPF, Sparkasse Karlsruhe, Stadtwerke Karlsruhe, L-BANK, PwC und LEA Partners unterstützt.

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